Vor dem Umzug

Insbesondere vor längeren Transporten sollte der Stress für die Tiere so gering wie möglich gehalten werden. Wenn eine Flugreise zum neuen Wohnort erforderlich sein sollte, könnte der Tierhalter vorher bei der Fluggesellschaft um Aufklärung darüber bitten, wie und wo das Haustier für die Dauer des Fluges untergebracht sein wird. Der Stress für das Tier wird erträglicher und der Flug für alle Beteiligten angenehmer, falls das Tier mit seinem Schlafkorb oder Lieblingsspielzeug versorgt werden kann.

Tierhalter sind gut beraten, wenn sie sich im Internet auf der Homepage des künftigen Wohnortes  frühzeitig darüber informieren, ob zum Beispiel spezielle Auflagen für bestimmte Hunderassen beachtet oder besondere Papiere vorgelegt werden müssen. Ratsam ist es auch, bereits vor dem Umzug über die Adresse eines Tierarztes in der Nachbarschaft des neuen Wohnortes zu verfügen.  

Der Tierhalter sollte das Futter, an das sich das Tier in der alten Heimat gewöhnt hatte, ebenso mitnehmen wie etwas Wasser aus der früheren Umgebung: Ein plötzlicher Wechsel des Wassers kann nämlich Magenprobleme auslösen. 

Der Umzugstag

Sowohl für den Tierhalter als auch für die Haustiere kann es am besten sein, wenn die Tiere am Tag des Umzugs nicht vor Ort sind, sondern für einen oder zwei Tage in Pflege gegeben werden, idealerweise bei einem vertrauten Menschen.  

Sollte diese Regelung ausgeschlossen und das Tier am Umzugstag nicht in Pflege sein, ist das Packen eines schnell griffbereiten Kartons empfehlenswert. Dieser Karton sollte in Flaschen abgefülltes Wasser, genügend Futter für die folgenden Tage, den alten Fress- und Trinknapf und Lieblingsspielzeuge enthalten. Außerdem dürften der vom Tier favorisierte Schlafplatz wie zum Beispiel Decke, Korb oder Kratzbaum und Pflegeutensilien wie zum Beispiel Bürste, Shampoo oder Flohkamm nicht fehlen. Nicht zuletzt gehören in den Karton die Telefonnummer des bisherigen und des künftigen Tierarztes.

Katzen sollten vor der Ankunft der Möbelpacker und dem Beginn des Transports in einem speziellen Katzenkorb untergebracht sein, der in fast jedem Zoofachgeschäft zu haben ist. Bei Katzen ist der Transportkäfig oft negativ besetzt: Sie kennen ihn von Tierarzt-Besuchen her und wehren sich deshalb möglicherweise dagegen. Der Tierhalter sollte diesen Widerstand mit etwas Geduld und mit leckerem Futter zu brechen versuchen. Beruhigungsmittel sind erst die letzte Wahl. Sie sollten nur nach Absprache mit dem Tierarzt verabreicht werden!

Umzug mit Katze und Hund

Katzen und Hunde verlieren durch einen Umzug ihr angestammtes Revier. Sie brauchen deshalb ausreichend Zeit, damit sie die neue Umgebung kennen lernen und erforschen können. Katzen brauchen ungefähr einen Monat Zeit, bis sie ihr neues Revier angenommen haben. Aus diesem Grund sollten sie erst nach vier Wochen nach draußen gehen dürfen. Andernfalls laufen die Katzen womöglich weg und kommen nicht wieder. 

Besitzer mehrerer Katzen sollten bedenken, dass ein Umzug die ausgeprägte Rangordnung unter diesen Katzen durcheinander wirbeln kann. Das ranghöchste Tier hat meistens größere Probleme mit der Gewöhnung an das neue Heim und die neue Umgebung. Die „rangniedrigeren“ Katzen werden diese Gelegenheit unter Umständen zu Revierkämpfen nutzen.

Der Kontakt der Tiere mit Farben und Lösungsmitteln kann die Gewöhnung an das neue Zuhause deutlich verkomplizieren, weil sie den starken Geruchssinn in Mitleidenschaft ziehen.

Umzug mit anderen Kleintieren

Mit Kleintieren wie Meerschweinchen oder Fischen lässt es sich in der Regel problemlos umziehen. Ein Tierarzt kann trotzdem Tipps geben, wie der Umzug mit solchen Tieren optimal gestaltet werden kann. 

Nagetiere sollten nach Möglichkeit in einem dunkleren Transportbehälter auf Reisen gehen. Denn die meisten Nagetiere bekommen leicht Angst; davon abgesehen sind Hamster sowieso nachtaktiv und schlafen tagsüber zumeist. Der Transportbehälter für die Nagetiere muss ausreichend belüftet sein. Auf längeren Strecken sollte auch an Essen und Trinken gedacht werden. 

Bestimmte Tiere gelten seitens des Staates oder Gesetzgebers als gefährlich, darunter neben manchen
Hunderassen zum Beispiel auch Giftschlangen, Vogelspinnen oder Skorpione. Für sie ist eine
Haltungserlaubnis nötig. Zeitig vor dem Umzug sollte der Tierbesitzer bei der Verwaltung seiner neuen Heimatkommune klären, wie sein Tier in dieser Hinsicht eingestuft wird.                    

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